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Das Rathaus

Der Bau begann kurz nach der Verleihung der Reichsfreiheit, die Lübeck 1226 erhielt. Von dem frühen Bau zeugen noch heute Teile der
Südwand, die im spätromanischen Stil erhalten sind. 1308 war das Rathaus fertiggestellt. 1435 erfolgte der Anbau des Neuen Gemachs im
spätgotischen Stil mit der mit Türmen besetzten und aus verschiedenfarbigen Ziegeln gebauten Schauwand, sowie rund 150 Jahre später
die Renaissancelaube aus Sandstein auf der Marktseite durch die flämischen Bildhauer Hans Fleminck und Hercules Midow (1570-1572).
1594 folgte dann auch die von dem flämischen Bildhauer Robert Coppens im Niederländischen Stil errichtete Renaissancetreppe an der
Breiten Straße. Sie führte zu der so genannten Kriegsstube, dem einstigen Schatz des Rathauses, die sich hinter der Schauwand befand.
Sie wurde im März 1942 beim ersten schweren Luftangriff auf Lübeck zerstört und wird heute nicht mehr benutzt. Der Name des Teilkom-
plexes zeigt, dass die Hanse nicht nur Einfluss auf die Wirtschaft hatte, sondern auch auf die Politik und oftmals über Krieg und Frieden
entschied.
Die runden Löcher in den Ziermauern der Fassade zum Markt hin haben den Zweck, den Wind zu brechen und die Fassade vor zu starkem
Winddruck zu schützen. Die kleineren runden Löcher zur Marienkirche hin dienen nur der Zierde. Die Türen zum ehemaligen Gerichtssaal
im Erdgeschoss sind verschieden hoch. Freigesprochene Angeklagte durften das Gericht durch die hohe Tür verlassen, verurteilte
Angeklagte mussten durch die niedrige Tür gehen und dabei den Kopf senken.
S
Quelle: Wikipedia

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© 2012 Roland Scheibner