Banner_05_A
Banner_05_B
Linie_950 Kopie

Haithabu

Haithabu war als erste echte mittelalterliche Stadt in Nordeuropa ein Handelsort und Hauptumschlagsplatz für den Handel
zwischen Skandinavien, dem Nordseeraum und dem Baltikum.
Haithabu lag auf der Kimbrischen Halbinsel an der Schlei in der Schleswigschen Enge zwischen Nordsee und Ostsee in der
Nähe des historischen Ochsenwegs (oder Heerweg). Der Ort gehörte zur Arensharde. Heute gehört das Gelände zur Gemeinde
Busdorf nahe Schleswig im Kreis Schleswig-Flensburg in Deutschland.
Der seit Jahrhunderten verlassene Ort ist zusammen mit dem den Ort umgebenden Danewerk und dem Ringwall der
slawischen Wagrier in Oldenburg in Holstein eines der bedeutendsten archäologischen Bodendenkmäler in Schleswig-Holstein.
Nach der Völkerwanderung, in deren Verlauf die Angeln und viele Sachsen vermutlich nach England auswanderten, drängten
Dänen und Jüten in der ersten Hälfte des 8. Jahrhunderts von Norden bis zur Schlei und Eckernförder Bucht vor. Das Gebiet
scheint zu diesem Zeitpunkt nur noch dünn besiedelt gewesen zu sein. Spätestens um 770 wurde Haithabu, der damals
bedeutendste Handelsplatz der Dänen, gegründet.
Vom 9. bis ins 10. Jahrhundert war Haithabu mit mindestens 1000 Einwohnern ein wichtiger Handelsplatz. Hier wurden auch
Münzen geprägt.
Im Jahr 934 besiegte der ostfränkisch-sächsische König Heinrich I. die Dänen unter König Knut I. in der „Schlacht von
Haithabu“ und eroberte die Stadt anschließend. Damit fiel das Gebiet zwischen der Eider und der Schlei für etwa ein Jahr-
hundert an das Ostfränkische bzw. Römisch-Deutsche Reich. Das skandinavische Herrschergeschlecht blieb aber noch eine
Generation im Amt.
Haithabu war jetzt wegen seiner Lage an den Handelswegen zwischen dem Fränkischen Reich und Skandinavien sowie
zwischen Ostsee und Nordsee Haupthandelsplatz. Adam von Bremen bezeichnet „Heidiba“ als portus maritimus, von dem aus
Schiffe bis nach Schweden und in das Byzantinische Reich geschickt wurden. Besonders die Herstellung und Bearbeitung von
 Tonwaren (Geschirr), Glas und Werkzeug wurde wichtig für die Bedeutung Haithabus, das auch von arabischen Händlern und
Reisenden (so 965 von Ibrahim ibn Jaqub) besucht und beschrieben wurde.
948 wurde Haithabu Bischofssitz, nachdem Kaiser Otto Haithabu besucht hatte. Schon um 850, wahrscheinlich durch Erzbischof
Ansgar von Hamburg, war die erste christliche Kirche errichtet worden. Die Existenz dieses Baus ist zwar in den Schriftquellen
sicher belegt, konnte aber noch nicht archäologisch nachgewiesen werden. Allerdings wurde eine aus dem 10. Jahrhundert
stammende Kirchenglocke geborgen.
Im 10. Jahrhundert erreichte Haithabu seine Blütezeit und war mit mindestens 1500 Einwohnern der bedeutendste Handelsplatz
für den westlichen Ostseeraum. Im Jahre 983 erobert der dänische König Harald Blauzahn, der seit 948 die Hoheit des
Kaiserreiches anerkannte, Haithabu und in den Jahrzehnten um das Jahr 1000 gehörte die Siedlung zum Machtbereich des
deutschen Kaisers. Unter Kaiser Konrad II. wurde die Grenze dann vermutlich durch eine von Sven Gabelbart unternommene
Kriegshandlung von der Schlei wieder an die Eider
zurückverlegt

Quelle: www.wikipedia.de

LIMG_1842III_3III_4III_tonemapped_02_134 LIMG_1857III_8III_9III_tonemapped_01_134 LIMG_1860III_1III_2III_tonemapped_02_134 LIMG_1953III_01_134 LIMG_1956III_02_134
LIMG_1957III_02_134 LIMG_1961III_02_134
Back

© 2012 Roland Scheibner